Ökologische Mindeststandards und Label green motion

Die Herstellung von Kino-, TV- und Online-/VoD-Produktionen verursacht hohe CO₂-Emissionen. Die Branche handelt - freiwillig. Denn mit der Umstellung auf eine umwelt- und ressourcenschonendere Herstellungsweise kann ein relevanter Teil dieser CO₂-Emissionen vermieden werden.

 

Ein breites Bündnis aus Branchenvertreter*innen des deutschen Film-, TV- und VoD-Marktes stellt seit 1. Januar 2022 einen großen Teil ihrer Inhalte klima- und ressourcenschonend her. Sie haben dazu eine verbindliche Selbstverpflichtung abgegeben. Im gemeinsamen Arbeitskreis „Green Shooting, der von der MFG Baden-Württemberg geleitet wird, hatten Vertreter*innen von Sendern, Produktionsunternehmen, VoD-Diensten und Filmförderern hierfür erstmals einheitliche ökologische Mindeststandards für nachhaltige Produktionen entwickelt.

 

Sichtbar machen können die beteiligten Institutionen dieses Engagement mit dem neuen Label green motion. Die so hergestellten Produktionen können das Label im Abspann oder auf Promotion-Material verwenden. MFG-Geschäftsführer Carl Bergengruen, Sprecher und Leiter des Arbeitskreises betont: „Die ökologischen Mindeststandards und das Label ‚green motion‘ sind ein starkes, freiwilliges Bekenntnis der deutschen Film-, TV- und VoD-Branche zu mehr Klimaschutz.

Logo Kriterien Ökologischen Mindeststandards

Achtung!

Soll-Vorgabe 5.3 der Mindeststandards (Stage-IIIA-Norm bei Dieselgeneratoren) wird nicht in Muss-Vorgabe verwandelt.

Ursprünglich hatte der Arbeitskreis beschlossen, die Soll-Vorgabe 5.3 (nur Dieselgeneratoren mit mindestens Stage-IIIA-Norm) zum 1. Juli 2022 in eine Muss-Vorgabe zu verwandeln. Eine aktuelle Branchenbefragung hatte aber ergeben, dass derzeit so gut wie keine Dieselgeneratoren auf dem Markt verfügbar sind, die die Stage-IIIA-Norm erfüllen. Der Arbeitskreis hat deshalb auf seiner Sitzung am 26.07.2022 beschlossen, die Umwandlung der Soll-Vorgabe 5.3 in eine Muss-Vorgabe zunächst nicht umzusetzen. Alle Dokumente auf der green motion Website wurden entsprechend angepasst.

Teilnehmer Infoveranstaltung green motion

Einheitliche Standards für ökologisch nachhaltige Film- und Fernsehproduktion

Gemeinsame Veranstaltung am 11. Februar auf der Berlinale von Kulturstaatsministerin Claudia Roth mit dem Arbeitskreis Green Shooting: Schritte zu einheitlichen Standards für ökologisch nachhaltige Film- und Fernsehproduktionen.

Panel beim Münchener Filmfest am 30.6.2022

„Green Motion - die Zukunft des Filmemachens ist nachhaltig“

Diskussion auf dem 37. Filmfest München am 30.6.2022

Drei Frauen aus der deutschen Film- und Fernsehszene berichteten von ihren Erfahrungen mit den ökologischen Mindeststandards unter dem Motto „Green Motion - die Zukunft des Filmemachens ist nachhaltig“ auf Initiative der MFG und der Changemakers.org im Theatersaal des Amerikahauses am 30.6. auf dem 37. Filmfest München.

Mitmachen bei den ökologischen Mindeststandards

Möchten Sie mit Ihrer Institution auch eine Selbstverpflichtung zu den ökologischen Mindeststandards abgeben? Melden Sie sich gerne bei uns.